Donnerstag, 19. Februar 2015

How To... Hundehalsband

Weihnachten hielt mir ein blonder Labrador namens Sieglinde ihr Halsband hin und blickte gar traurig drein, da der Stoffbezug kaputt war. Als Sieglinde dann letzte Woche zu Besuch war, durfte sie sich einen Stoff zum neu beziehen aussuchen. Da ich dafür das gesamte Halsband auseinander nehmen musste, konnte ich feststellen, dass man mit den richtigen Materialien Hundehalsbänder prima selber machen kann. 


Freitag, 2. Januar 2015

Silvester 2014 - Cosplay Bar mit den Besten!

Kurz vor Weihnachten kam bei uns die Frage auf: was machen wir eigentlich Silvester?
Zuerst hatten wir geplant, hier in Köln in die nächstbeste metallisch angehauchte Lokalität zu verschwinden und so relativ anonym ins neue Jahr zu saufen.

Doch die gute Hogal hatte spontan andere Pläne. Als sie vernahm, dass unsere kleine eingeschworene Truppe vollständig noch nichts vor hatte, lud sie zur Cosplay Bar.

Zur Erklärung: die gute Dame wohnt mit ihrem Vater in einer alten Gaststätte. Also... eigentlich in dem ganzen Haus, aber der alte Schankraum ist so, wie er immer war: gemütlich, mit Tresen, viel Platz und seinem ganz eigenen Charme.

Bereits vor einigen Wochen hatten wir uns dort an einem Wochenende mit drei Mädels getroffen, um unserem Hobby, dem Cosplay basteln, in ungestörter Ruhe nachzugehen.
Diesmal waren wir fünf Mädels: Epona CosplayKiria CosplayAdamina Cosplay, meine Wenigkeit und natürlich unsere Gastgeberin Hogal Cosplay. Mit dabei waren natürlich die angetrauten von Epona, Adamina und mir... und der bärchenstarke Vater von Hogal. Zwar hatte er angekündigt, den Abend vor dem Fernseher zu verbringen, aber er tauchte immer wieder bei uns auf und begrüßte dann doch das neue Jahr mit uns.

Und jetzt meine Bilderflut...























Sonntag, 23. November 2014

WiP - Wie Jaina Proudmoore entstand

*Fotoflut incoming*

Bisher habe ich ja mehr geschrieben, denn euch gezeigt. Das ändern wir jetzt, indem ich euch die Work in Progress Bilder meines ersten fertigen Cosplayas, Jaina Proudmoore, um die Ohren schmeiße.

Have fun!



Donnerstag, 20. November 2014

Muss das wirklich sein?

Derzeit groß in Mode unter den Cosplayern:
Ein Bild mit Beschreibung, wieviel das denn alles gekostet hat!

Wow -  da denk ich doch, dass jetzt jeder wieder versucht den anderen zu übertrumpfen. Da kommt bei Cosplayerin A ein Betrag von über 1000 US-$ während ich in mein erstes Cosplay vielleicht 300,- Euro gesteckt hab.
Ist mein Cosplay deswegen weniger "wert"? Gute Frage.

Nach dem dritten Bild dieser Art hab ich mir diese Frage tatsächlich gestellt. Allerdings bin ich nicht die Einzige, die denkt, dass dieses "Gehabe" unnötig ist. Da sind Cosplayer die nehmen diese ganze Aktion auf die Schippe und schreiben "ganz viel Geld" oder "unbezahlbar" anstelle eines Betrages und setzten dann gleich darunter, dass sie diese ganze Poserei unnötig finden, da es ein Hobby ist und man es macht, weil es einem Spaß macht.

Ja, weil es einem Spaß macht. Und dennoch kostet es viel Geld. Viele verstehen das nicht. Von Freunden weiß ich, dass es oftmals auf Conventions passiert, dass einer an deinem Cosplay rumfummelt, die Schultern oder die Waffen antatscht. Dann kommt es vor, dass auf Conventions die Waffen abgegeben werden müssen. Wegen extremer Waffengesetze.

Und trotzdem: es ist ein Hobby.

Trotzdem bleibt die Frage: ist mein Cosplay jetzt weniger "wert" weil ich nicht so viel Geld ausgegeben habe?

Nach einigen Stunden Sinnierens und Nachdenkens glaube ich, nein, auch wenn das Cosplay gerade den Bruchteil eines anderen Cosplay gekostet hat, ist es dennoch nicht weniger wert.
Welche Logik, die von harten Fakten wiederlegt werden kann. Warum ich dennoch so denke? Ganz einfach:

Als Beispiel mein Cosplay von Jaina Proudmoore. Rein von der Materialseite komme ich knapp auf 200, vielleicht 300,- Euro. Für ein Cosplay nun nicht wirklich eine horrende Summe. Warum denke ich also, dass es genausoviel wert ist, wie ein Cos mit Material für über 1000,- Euro?

Ganz einfach:
Ich habe mir Gedanken gemacht, meine Freizeit eingebracht, mir neue Techniken angeeignet, geflucht, verworfen, neu gemacht, gelernt, Spaß gehabt. Und vieles mehr.
Es waren Stunden, die mir viele Dinge gelernt haben. Von Geduld über die Erfahrung, dass Heißkleber wirklich heiß ist bis hin zu Feinheiten im Nähen.
Und ich habe Freunde dadurch gefunden.

Wie wiegt man das auf? Wieviel ist eine Freundin wert? Wieviel ist einem die eigene Zeit wert? Die eigene Freude?

Was soll also dieser Scheiß mit dem Vergleichen der Kosten? Mein Cosplay ist unbezahlbar. Nicht vom Material her, sondern von der Persönlichkeit her.

Donnerstag, 13. November 2014

Sie ist ein Teil von mir!

Eine Liebe ohne Grenzen
Eine Wärme ohne Licht
So liegst Du kalt und regungslos
Und wärmst doch immernoch mein Herz


Egal wie oft ich mir sage, sie hat ein schönes Leben gehabt, sie hat nicht lange leiden müssen... genauso oft muss ich daran denken, dass sie nicht mehr hinter der Tür wartet, wenn ich nach Hause komme, dass sie mich morgens nicht mehr durch anstupsen weckt, weil sie Futter will, dass sie Abends nicht mehr zu mir ins Bett kommt, um zu kuscheln. In diesem kleinen Fleck des Sichtfeldes, der nicht scharf ist, der so an der Grenze liegt, da sehe ich sie durch den Flur huschen, und ich weiß, es ist nur Einbildung.

Vergangene Nacht hat eine treue Begleiterin den Weg meines Lebens verlassen. Vierzehn Jahre lang ging sie mit mir durch jede erdengliche Situation.

Irgendwann Ende Zweitausend trat sie in mein Leben, klein, tappsig, schlecht ernährt, scheu. Dennoch war sie verspielt, war sie anhänglich. Und das war sie bis zum Schluss.
Ich erinner mich, wie sie eines Tages ein verletztes Katzenbaby in ihrer Schnauze nach Hause brachte. Sie hatte ein großes Herz und hat jeden sofort darin eingeschlossen. Mit ihrem Charme und ihrem Aussehen zog sie jeden, der ihr begegnete in den Bann.

Ich erinnere mich an die Taube, die nicht durch die Katzenklappe passte. An die Elster, die lebend in meiner Wohnung saß, weil sie gefangen wurde. An den Hasen, der zum Zombie-Hasen gekürt wurde, weil er so angenagt war.

Und ich erinnere mich daran, wie sie gestern Nachmittag in meinem Armen lag. Sie wusste, dass es das letzte Mal war. Das letzte Mal kuscheln. Das letzte Mal schnurren.
Während ich dies hier schreibe, laufen meine Tränen. Yeylow war immer für mich da. In jedem Moment der letzten vierzehn Jahre. An den guten Tagen und an den Schlechten. Wenn es mir mieß ging, kam sie an, kuschelte sich an mich und zeigte mir "Ich bin hier, ich bin für Dich da, Du bist nicht allein."

Jetzt musste ich sie gehen lassen, über die Regenbogenbrücke. Ich wünsche mir, dass sie dort nicht alleine ist. Das ist meine Angst, dass sie jetzt alleine ist.

Danke für all die schöne Zeit! Ich werde Dich nie vergessen und immer lieben!

Freitag, 7. November 2014

Der Beginn einer Reise...

Ich glaube es war irgendwann im Sommer 2013, es kann auch das Frühjahr gewesen sein, da fiel mir über Facebook eine Cosplayerin auf, die eine wunderschöne Rüstung trug.
Hatte ich mich als Kind schon gerne verkleidet, so tat ich das als Erwachsene nicht minder. Sei es auf dem Amphi-Festival oder dem örtlichen MPS - ich nutzte die Gelegenheiten um nicht in Standard-Kleidung rumzulaufen. Das mir dann das Cosplay auffiel und ich es natürlich toll fand, steht ja wohl außer Frage.
Aber von diesem ersten "erblicken" und "wünschen" bis zum ersten Cosplay, was aus meiner Näh- und Bastelküche entschlüpfte war es noch ein langer Weg.

Zweite Station war die Gamescom 2013. Mit einem Bekannten machte ich, zugegeben das erste Mal nach vielen Jahren, das Gelände der Kölner Messe unsicher. Meine Äuglein gingen über und ich wurde neidisch. Nicht im negativen Sinne sei hier angemerkt. Ich beneidete die Fähigkeiten der anwesenden Cosplayer, ihre Geduld, ihren Mut und, ja ich gebe es zu, ich traute mich nicht, auch nur einen von ihnen anzusprechen. Obwohl ich weiß Gott gerne ein Bild mit dem Female Garrosh aus World of Warcraft (mittlerweile weiß ich, es ist die talentierte Hiding Cosplay) gehabt hätte. Ich hatte und habe immer noch großen Respekt vor diesen Cosplayern. Und das werde ich wohl immer haben.

So stand ich also neidisch vor dem Blizzard Stand auf der GC 2013 und träumte davon auch nur einmal so ein Kostüm zu tragen.
Angemerkt sei hier: ich bin relativ klein und nicht gerade eine Elfe. Zwergenmaße schon eher. Doch an diesem Tag nahm ich mir vor, selber ein Cosplay zu basteln. Ich bin großer World of Warcraft Fan und spiele seit einigen Jahren begeistert meine Charaktere in diesem Spiel. Und ich bin ein großer Fan der Lore um Jaina Proudmoore und Arthas Menethil, auch besser bekannt als der Lichking.
Da ich mich nicht an eine Rüstung rantraute, entschied ich mich für Jaina. Aber daraus sollte erstmal nichts werden, denn: mein Selbstbewusstsein war (und ist immer noch) nicht das Beste. Zwergenform entspricht nun mal nicht dem Schönheitsideal und außerdem, so dachte ich, reichten meine handwerklichen Fähigkeiten nicht einmal ansatzweise.

Zeit verging und die gekauften Materialien setzten langsam aber sicher Schimmel an. Mittlerweile war ich, durch einen dummen Zufall wieder an die Nähmaschine geraten. Schon meine Kindheit hatte ich mit Nadel und Faden in den unterschiedlichsten Ausführungen verbracht, und dank meiner Oma auch so einiges gelernt. Nähen stellt für mich keine große Herausforderung dar, im Gegenteil.
Eine Freundin von mir kam Ende 2013 auf mich zu und fragte, ob es möglich wäre, ihr für Karneval ein Mittelalterkleid zu nähen. Natürlich ist es möglich und so suchten wir nach hübschen Bildern und, um es mir nach 10 Jahren Nähabstinenz einfacher zu machen, nach einem entsprechenden Schnittmuster. So fing das mit dem Nähen wieder an. Mitten im Kleid gab natürlich meine fünfzig Jahre alte Nähmaschine auf und eine neue Haushalts-Singer zog ein.

Einmal eine Nähmaschine im Haus dauerte es nicht lange, bis auch Stoffe einzogen. Neue Gardinen, Utensilios, Babykleidung für das kommende Kind meiner Freundin und andere Kleinigkeiten entschlüpften der Maschine.

Bis zur Gamescom 2014! Wieder wurde ich mit meinem Wunsch des Jaina-Cosplays konfrontiert, denn auch in diesem Jahr wimmelte es von Cosplayern auf der GC. Doch diesmal war ich ansatzweise mutig: eine junge Dame saß am Rand und entspannte ihre wohl schmerzenden Füßchen, kostümiert als Vincent Valentine, einer meiner ersten Computerspielhelden aus Final Fantasy VII. Ich sprach sie an, ob ich ein Foto mit ihr machen dürfte. So kamen wir ins reden. Epona Cosplay war sehr nett zu mir und während des Redens erzählte ich ihr von meinem Wunsch, auch mal ein Cosplay zu nähen und zu tragen. Ebenso meine Bedenken. Ich glaube als sprachliche Backpfeife kann man das bezeichnen, was sie dann sprach. Epona machte mir Mut, redete meine Komplexe in Grund und Boden und gab so den Anstoß, dem noch weitere folgen sollten.
Denn Abends lernte ich auf einem spontanen Blizzard Community Treffen die wunderbare Hogal Cosplay kennen, die mit ihrem ersten Cos auf der GC unterwegs gewesen war. Hatte Epona mir eine wörtliche Backpfeife gegeben, so bekam ich von Hogal regelrechte Wort-Prügel. Die beiden Mädels haben wirklich auf mich eingeredet, meine Bedenken zwar nicht AdActa, aber in den Keller verbannt.

Dafür an dieser Stelle tausend Dank!

Und was passierte dann? Ich holte die angeschimmelten Materialien wieder hervor, änderte Schnittmuster ab, bastelte Schultern, Stab und Panzer und "erschuf" eine Zwergenjaina. Es ist nicht das beste Cosplay, es ist auch nicht das Schönste. Aber es ist meines und es ist mein erstes.

Mittlerweile arbeite ich an dem Zweiten und möchte meine Reise in die Welt des Cosplays gerne für mich und vielleicht für Dich aufzeichnen. Eine Landkarte gibt es nicht, einen Kompass erst recht nicht, Wegweiser sind selten, dafür gibte es Freunde! Und Spaß!